Allet Jute – Stoffbeutel-Invasion
Freitag in Berlin, 21.30 Uhr – Ich sitze in der Tram und beobachte die Leute, die sich mit mir ins Nachtleben stürzen. Sie alle tragen enge Röhrenjeans, oft in Knallfarben, dazu T-Shirts mit sehr tiefen V-Ausschnitten, einen Schal und Stoffbeutel. Sie sind das neue topmodische Accessoire!

*WHEREVER YOU GO – WHOEVER YOU ARE… die Stofftäschchen müssen mit!*
Haute-Couture-Designer bringen laufend sündhaft schöne & sündhaft teure It- Bags auf den Markt, doch die Trendsetter wickeln sich jetzt happy ihre Jute-Säckchen um das Handgelenk. Die Umwelttaschen waren schon einmal in den 80er und 90er- Jahren in, als der Recycling-Gedanke laut wurde. Man trug die beliebten „Anti-Plastiktüten“ solange, bis ihre Henkel rissen oder sich auf den Stoffböden „natürliche“ Polka dot-Flecken bildeten.
In den letzten Jahren sind die Öko-Beutel im Straßenbild wieder aufgetaucht. Das hat erst in London angefangen und ist jetzt auch bei uns angekommen. Sicher hängt das Beutel-Phänomen mit den Röhrenjeans zusammen, die ja bekanntlich auch aus England stammen.
Slim Jeans sind nämlich so schön eng, dass weder Labello, Geldbeutel oder Handy in ihren Taschen Platz finden. „Beulen“ machen sich nicht so gut, vor allem nicht bei den männlichen Kollegen, schicke Hand- und Sporttaschen passen aber auch nicht zum Look …wohin also mit dem Krempel? – Der Beutel ist die Lösung!
Das findet wohl auch Karl Lagerfeld, der sich kürzlich selbst mit seinem „Karl who?“- Beutel auf die Schippe nahm.









