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Krokodil oder Polospieler – ein Poloshirt passt immer

Ein Gastbeitrag von Dani (Lady-Blog.de)

Es ist das wohl demokratischste Kleiderstück überhaupt. Ein Busfahrer trägt es genauso, wie eine Lady beim Golfturnier: Das Poloshirt. Seinen Höhepunkt erlebte es in den 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts, als die Grenzen zwischen Sport- und Freizeitbekleidung so durchlässig waren wie nie zuvor. Polos und Sneakers konnten plötzlich im Museum genauso getragen werden, wie auf dem Tennisplatz.

Heute ist das Poloshirt ein absoluter Klassiker – und das nicht nur in der Sportbekleidung.

Button-Down Hemd der Brooks Brothers

Das Shirt aus Waffelpiqué mit geripptem Kragen, Knopfleiste, kurzen Ärmeln und einem elastischen Bündchen stammt nicht, wie häufig angenommen, aus dem Polosport. Zunächst wurde es vor allem beim Tennis getragen und erst ab 1933 von anderen Sportarten übernommen. Die Bezeichnung „Poloshirt“ oder „Polohemd“ wurde vom Modedesigner Ralph Lauren auf das Shirt übertragen. Doch der Reihe nach: Zunächst bezeichnete das „Polohemd“ ein Button-Down Hemd der Firma Brooks Brothers. Brooks Brothers ist der älteste Herrenausstatter in Amerika, der unter anderem auch die Sportbekleidung für Polospieler herstellte.

Polo Fashion von Ralph Lauren

John Brooks entwickelt 1896 das langärmelige Hemd mit Button-Down-Kragen, um die Polospieler vor dem umherflatternden Kragen zu schützen. Im Jahr 1967 erwirbt sich der amerikanische Modedesigner Ralph Lauren die Recht an der Marke Polo von den Brüdern. Aus der ein Jahr später gegründeten Krawattenmarke „Polo Fashion“ ist über die Jahre ein weltweit tätiges Unternehmen geworden, dessen Kleidungsstücke den berühmten gestickten Polospieler zieren. Das Poloshirt erfunden, hat jedoch jemand anderes.

Jersey Petit Piqué von René Lacoste

Ein französischer Tennisprofi namens René Lacoste suchte nach einem Hemd, das beim Spielen angenehmer und leichter zu tragen ist. Denn damals spielten die Tennis-Profis noch in langärmligen Hemden. Da er nichts Passendes fand, erschuf er sich sein Hemd kurzerhand selbst: Das Poloshirt war geboren und wurde ein Verkaufsschlager. Schon wenig später lässt Lacoste das Shirt in Massen anfertigen. Das Modell heißt Jersey Petit Piqué, ist weiß und trägt als erstes Bekleidungsstück überhaupt ein Logo: Das Krokodil. Das Emblem geht angeblich auf den Spitznamen Lacostes zurück, der beim Spiel mit so viel Ausdauer und Biss gekämpft haben soll, wie ein Krokodil.

Ein Freizeitshirt für jedermann

Heute wird das Poloshirt nicht mehr nur im Sportbereich verwendet. Auch aus der Arbeits- und Freizeitbekleidung ist das komfortable Hemd nicht mehr wegzudenken. Der Grund: Es geht den Mittelweg zwischen seriösem Hemd und praktischen T-Shirt. Poloshirts werden heute von fast allen Herrenmodeherstellern gefertigt. Doch auch viele Produzenten von Damenbekleidung vertreiben das beliebte Kleidungsstück Saison für Saison in immer neuen Farbtönen. In Deutschland sind neben Ralph Lauren und Lacoste vor allem Tommy Hilfiger und La Martina beliebt.