Berlin Fashion Week: Ein Rückblick

Bild via hype-magazine.com/blog/

Die Berlin Fashion Week ist vorüber, die Festzelte sind wieder abgebaut – Zeit für einen kleinen Rückblick auf die Ereignisse der Berliner Modewoche. Was ist passiert? Wer war da? Und vor allem: Welche Trends erwarten uns im kommenden Herbst/Winter?

“Nie war Berlin für die Branche wichtiger, der relevanteste Termin in Deutschland.” und “Die Modewoche ist erwachsen geworden – und ein Magnet.” urteilt die Zeit. “Von sich reden machte die Berlin Fashion Week dieser Tage weniger durch die Mode als vielmehr durch das Drumherum.” resümiert ein User auf jetzt.de. Gegensätzlicher könnten die Meinungen zur Berliner Modewoche kaum sein. Fest steht jedoch, dass die Berlin Fashion Week das wichtigste deutsche Mode-Event ist – und auch wenn große internationale Marken im Festzelt am Bebelplatz diesmal eher Mangelware waren, hat die Berliner Modewoche Potenzial und bietet vor allem jungen Deuschen Designern eine Plattform.

In der Stadt spürte man jedenfalls, dass etwas anders war. In der U-Bahn sah man schönere Menschen also sonst, die zentralen Orte waren stets gefüllt, trotz eisiger Kalte und mehr als -10°C galten High-Heels als das angemessenste Schuhwerk. Und nicht zu vergessen sind auch die zahlreichen Partys und Events, die die Modewoche begleiteten – denn ist es nicht das, was Berlin ausmacht? Hier in Berlin muss man nicht immer ernst sein, hier lässt man sich auch mal gehen. Nach der Mode kommt in Berlin die Party – und das ist auch gut so.

Im Festzelt am Bebelplatz ging es abwechslungsreich her. Seht selbst:

Eleganter Neo-Klassizismus bei Stine Goya, lässige Coolness und Haremshosen bei Michael Sontag und wallende Tücher für Sie und Ihr bei Kilian Kerner.

50er Jahre Revival mit Petticoat-Kleidern und dem Dandy-Look für die Dame bei Lena Hoschek, coole Karos bei Strenesse Blue, Schlichtheit für den Mann bei Joop!.

Ausgefallene Kopfbedeckung und Looks von Hausach Couture, wunderschöne Abendkleider von Frida Weyer (inklusive Auflauf der Germany’s Next Top Model Anwärterinnen Marie, Mandy und der Gewinnerin Sara) und provokante Solarium-Looks bei Patrick Mohr.

Streetstyle-Labels präsentierten sich auf der Premium und der Bread&Butter. Hier tummelten sich vor allem Einkäufer und Fachbesucher. Ein weiteres Highlight der Woche war auch die bereits zum zweiten Mal von Designer Michael Michalsky  intiierte Style-Nite, bei der er seine Kreationen im Berliner Friedrichstadtpalast außerhalb des offiziellen Rahmens der Mercedes Benz Fashion Week  präsentierte. Als “Suppot Act” hatte der Popstar unter den deutschen Fashiondesignern die Labels “Lala Berlin” und “Kaviar Gauche” eingeladen, das Programm zu unterstützen. So bekamen die 1500 geladenen Gäste letztlich eine große Show geboten, bei der die Labels ihre neuesten Stücke präsentierten und vor allem Michalsky sich selbst feierte.

Michael Michalsky A/W 2010

Michael Michalsky A/W 2010

Lala Berlin zeigte sich transparent und kombiniert gegensätzliche Stoffe miteinander.

Lala Berlin A/W 2010

Kaviar Gauche präsentierte die Kollektion “Stripped” – inklusive menschlicher Diskokugel.

Kaviar Gauche "Stripped" A/W 2010

Im Juni erwartet uns auch schon wieder die nächste Berliner Modewoche. Wir dürfen sehr gespannt sein, ob sich große internationale Labels und Persönlichkeiten wie beispielsweise Suzy Menkes dann wieder einmal die Ehre geben und unsere deutsche Hauptstadt bereisen.

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1 Kommentar zu „Berlin Fashion Week: Ein Rückblick“

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