
Mode um die Jahrhundertwende
Mit diesem Artikel wird eine neue Reihe vorgestellt: Mode nach Jahrzehnten. Hier möchten wir euch über die einzelnen Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts bis heute modetechnisch aufklären, damit ihr genau einordnen könnt, welche Mode wann war, welche gerade ein Revival erlebt und welche ihr lieber nicht mehr haben möchtet. Auch als Inspiration sich zu kleiden oder bestimmte Stile zu schneidern ist diese Kategorie hilfreich. Heute möchte ich mit den Jahren 1900-1910 anfangen – ausschließlich unter Beachtungen der Mode der Oberschicht, denn nur diese kann sich leisten, dem Trend nachzugehen, leider. Die Mode der Damen zu Beginn des 20. Jahrhunderts zeichnet sich vor allem durch eine Neuerung aus: Bequemlichkeit. Die Jahrhundertwende bringt den Damen aufgrund praktischer Gesichtspunkte einige Vorteile ein. Die Kleidung wird legerer und die Trägerin beweglicher. Die Röcke mit ausschweifendem Hinterteil sind Vergangenheit. Die einzige Ausnahme dieser Wendung sind die “Humpelröcke” um 1910 – sie sind unten so eng geschnitten, dass die Dame nur winzig kleine Schritte machen kann.

Humpelröcke
Was weiterhin besteht ist der enge Schnitt der Taille und somit das Korsett unten drunter. Die Kleider bestehen aus mehreren übereinanderlappenden Schichten an den Beinen, weiten Ärmeln und ausschweifenden Enden an den Füßen.

Großer Hut und Muff: ganz im Trend
Accessoire-technisch stehen bei den feinen Damen ausschweifende Hüte mit großen Pfauenfedern, Stoffkordeln oder Kunstblumen, wie Rosen, hoch im Kurs. Der Rüschenschirm mit verziertem Griff darf auch nicht fehlen. Im Winter sind Fell-Muffs bei den Damen gern gesehen, damit die feinen Händchen nicht einfrieren.
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